05.09.2017 – schon eine Woche togolesische Luft

Nun bin ich schon etwas länger als eine Woche hier in Lomé und ich denke es wird Zeit euch ein wenig über meine erste Zeit hier zu berichten.

Der Tag hier beginnt für mich wesentlich zeitiger als in den letzten Monaten in Deutschland. In der Woche gibt es um 7.00Uhr Frühstück und ausschlafen am Wochenende heißt, dass ich kurz nach 8.00Uhr Frühstücke. Was für mich schon total zeitig ist, ist für meine Gastfamilie spät. In der Woche müssen meine Gastschwester Gloria (19 Jahre alt) und mein Gastvater Hubert (oder auch Rudi genannt) schon gegen 6.40Uhr das Haus verlassen und zur Arbeit fahren. Meine Gastgeschwister Eunice (17 Jahre alt) und Davide (12 Jahre alt) haben zwar momentan Ferien sind aber trotzdem meist vor mir schon wach. Meine Gastmutter ist Hausfrau und kümmert sich darum, dass alles im Haus seinen Gang geht. Bis gestern hat in meiner Gastfamilie noch eine Britin, Tascha, mitgewohnt, die über ein britisches Programm für 3 Monate im YMCA Lomé gearbeitet hat.

Tascha hat mir hier in den ersten Tagen auch echt gut geholfen. Da wir am selben Ort gearbeitet haben hat sie mir den Weg zur Bushaltestelle gezeigt, mir erklärt was ich einem Mototaxi sagen muss, damit ich wieder nach Hause komme (es gibt hier nämlich keine Adressen oder Straßennamen) und welche Bars und Restaurants gut und verträglich für den europäischen Magen sind, wenn man mal weggehen möchte.

Ich konnte in der letzten Woche zwar noch nicht viel von Lomé sehen, da ich doch noch recht uneigenständig hier bin und man sehr schnell die Orientierung verlieren kann, dennoch konnte ich mir schon einen ersten Eindruck von der togolesischen Hauptstadt Lomé machen. Was einem sofort auffällt, wenn man hier her kommt ist, dass es kaum befestigte Straßen gibt sondern viel mehr sandige Huckelpisten existieren. Überall ist roter Sand und an den Straßenrändern liegen Müllhaufen rum. Da Getränke hier in Plastiktüten verkauft werden und alles doppelt und dreifach in dünne Plastikbeutel gepackt wird ist Müll hier ein großes Problem. Viele Familien können sich auch keine Müllabfuhr leisten und werfen dann kurzerhand ihren Abfall auf die Straße oder verbrennen ihn im Garten. Die meisten Autos und Mopeds hier besitzen auch keine Filter oder ähnliches, weshalb die Luft, gerade an großen Straßen, sehr schlecht ist und ich mich da nur sehr ungern aufhalte. Was auch auffällig ist, ist das es hier keine wirklich leisen Orte gibt. Die Togolesen lieben laute Musik und man kann eigentlich immer aus irgendeiner Ecke die neusten westafrikanischen Hits (meist aus Nigeria) hören. Dazu kommt dann noch der Krach von den vielen Autos und Mopeds auf der Straße und das Hupen der Fahrzeuge, wenn sie abbiegen (Es gibt hier kaum Verkehrsregeln und damit man beim Abbiegen nicht in ein anderes Fahrzeug rast hupt man einfach vor dem abbiegen und hofft darauf, dass einem niemand entgegen kommt.).

Ich durfte auch schon zwei togolesische Hochzeiten miterleben. Beide waren sehr unterschiedlich die erste war von einer sehr reichen Familie und deshalb auch sehr europäisch. Es gab erst einen Gottesdienst mit der Zeremonie und dann eine Feier mit sehr vielem Essen in einem sehr edlen Hotel. Die andere Hochzeit war schon afrikanischer. Sie fand in einer freiluftbar statt. Es gab wieder sehr viel essen aber der Hauptteil der Feier bestand diesmal aus tanzen. Was beide Hochzeiten aber gemeinsam hatten, war die ausgelassene Stimmung.

Was ich auch auf den beiden Hochzeiten und im Alltag hier sehr viel erlebe ist, dass ich als Yovo (=weiße) eine gewisse Sonderstellung erlebe. So werde ich sehr viel von fremden Menschen fotografiert, auf den Straßen angehupt oder gleich ohne große Umschweife von wildfremden Männern gefragt ob ich sie nicht vielleicht heiraten will. Wenn ich hier durch die Straßen laufe rufen mit Kinder hier häufig „Yovo, Yovo“ hinterher und wenn ich dann mit „Bonsoir“(=Guten Abend) antworte, ist die Freude große, da es hier ein Lied gibt, dass wohl „Yovo, Yovo Bonsoir“ heißt. Besonders einprägend war es, als Tascha und ich auf der einen Hochzeit nicht mit unseren Gastschwestern am „Jugendtisch“ sitzen durften, sondern an einem normalen Tisch sitzen sollten oder als ich alleine mit einem kleinen Jungen, der auf seine Mutter wartete, im Bad stand und er anfing zu weinen, weil er wohl Angst vor mir und meiner Hautfarbe hatte.

Das essen hier ist zum großen Teil auch echt okay. Es gibt viel Reis und Yams (soetwas ähnliches wie Kartoffeln) mit Gemüse oder Fisch. Ich habe auch schon einmal Fufu (ein Brei mit teigiger Konsistenz aus Maismehl) gegessen, aber um ehrlich zu sein, war das nicht mein Fall und ich kann darauf gut in Zukunft verzichten.

Es gibt hier zwar viele Dinge die anders sind und vielleicht auch das ein oder andere was mir nicht so gut gefällt, aber denke an das meiste kann man sich gewöhnen und es gibt auch so viele schöne Dinge hier, wie das frische Obst, das viel besser als in Deutschland schmeckt, die bunten Eidechsen überall und noch vieles mehr. Ihr seht also es geht mir gut hier und ich glaube das Togo die richtige Wahl für mich war.

Bis bald

Helene oder auch Ajouwoa, wie mein  Name auf Ewe lautet.

Advertisements

Los geht das Abenteuer

Ja ich lebe noch! Und wenn ihr das liest weiß ich jetzt auch wo und wie es hier in Lomé Internet gibt. Heute ist der 26. August und ich bin gestern Abend hier wohlbehalten angekommen. Wie die ganze Reise von Leipzig zu meiner Gastfamilie in Lomé ablief möchte ich euch in diesem Blogeintrag erzählen.

Am 24. August ging es also gegen 16.00Uhr mit meinen Eltern los Richtung Frankfurt. Nachdem meine ganzen Koffer im Auto gut verstaut waren verabschiedete ich mich von meinem Zimmer, unserem Haus und meiner kleinen Schwester, Hedi. Die Autofahrt war gewohnt langweilig und wir kamen, ohne großen Stau oder Unfall, gut am Hotel in Frankfurt an. Nach dem Einchecken wollten wir noch was essen gehen, da es mein letzter Abend in Deutschland war durfte ich mir aussuchen wo es hingeht und ich entschied mich natürlich für den Italiener. Was gibt es besseres als italienische Pizza? Satt von der leckeren Pizza viel ich dann ins Hotelbett, um nicht also viel später am nächsten Morgen um 4Uhr aufzustehen.

Morgens um 4.45Uhr am 25. August fuhren wir dann gemeinsam zum Flughafen. Wir hatten Glück und standen nicht im Stau, so dass wir pünktlich zur Abschiedsandacht in der Flughafenkapelle sein konnten. Kurze Panik kam jedoch auf als meine beste Freundin Anna, welche mich auch auf dem Flughafen verabschieden wollte, mir simste, dass sie im Stau steht. Doch sie schaffte es trotz kurzem Stillstand auf der Autobahn noch zum Flughafen zu kommen. Nach dem Einchecken und Kofferabgeben war es dann soweit: der Abschied von meinen Eltern und Anna. Doch es war nicht viel Zeit für den Abschiedsschmerz, denn bei der Sicherheitskontrolle gab es ein Problem mit meiner externen Festplatte. Man wollte mir einfach nicht glauben, dass sie keine Bombe ist und so wurde die Polizei gerufen. Meine Blicke wanderten immer wieder Nervös zur Uhr das Boarding für meinen ersten Flug begann, aber ich musste erstmal mit einem Polizisten mit in sein Büro. Dort zeigte ich ihm unter Zeitdruck, dass die Festplatte wirklich keine Bombe ist und er ließ mich schließlich wieder gehen. Da die Zeit nun sehr knapp war sprintete ich einmal quer durch den Flughafen um schließlich ganz knapp in das Flugzeug zu kommen. Völlig außer Atem und total verschwitzt saß ich dann total eingequetscht von meinem ganzen Handgepäck im Flieger nach Brüssel.

In Brüssel gelandet begann dann der Stress von vorne. Da unser Flieger von Frankfurt Verspätung hatte war kaum noch Umstiegszeit vorhanden. Zum Glück war jedoch das Gate an welchem wir ankamen in der Nähe des Gates unseres Fliegers nach Lomé. Eine Passkontrolle und einem kurzen Gang zum richtigen Gate später saßen wir dann auf unseren Plätzen in einem A330. Durch die große Film- und Musikauswahl im Flieger wurde mir und meinen Mitvolontärinnen auch kaum langweilig. Zur zwischen Landung in Accra (Ghana) stieg dann unsere Aufregung. Wie sieht denn nun Afrika aus? Leider saßen wir nicht Fenster weshalb ich nicht viel bei der Landung sehen konnte. Was ich aber sah war etwas enttäuschend. Es regnete in Strömen und es war kein einziger Sonnenstrahl zu sehen. So habe ich mir das in Afrika nicht vorgestellt.

Da die meisten Passagiere aus dem Flieger in Accra ausstiegen und wir nun fast einen Privatjet hatten konnte jede von uns 4 Volontärinnen einen Fensterplatz ergattern, um Togo schon einmal von oben betrachten zu können. Im Landeanflug sahen wir es dann, das Land was für die kommenden 12 Monate unser zu Hause sein sollte. Die Landschaft war total grün und nur ab und zu von rötlichen Wegen durchzogen. Manchmal sah man Felder, aber diese waren nicht wie in  Deutschland Schachbrettartig angeordnet, sondern ohne Rechtewinkel einfach irgendwie und irgendwo angelegt worden. Man sah schon von weit oben: das ist nicht Deutschland und auch nicht Europa.

Kaum aus dem Flugzeug ausgestiegen durchliefen wir erneut einer Passkontrolle, dann eine Impfausweiskontrolle (Gelbfieber ist eine Pflichtimpfung um Togo besuchen zu dürfen) und eine Visakontrolle. Nach all den Kontrollen durften wir endlich unsere Koffer wohlbehalten und vor allem vollständig entgegen nehmen. Mit dem Flughafen W-LAN wurden dann natürlich erstmal die Freunde und Familien in Deutschland benachrichtig, dass wir alle gut in Lomé gelandet sind und ab nun afrikanische Luft einatmen.

Gleich hinter der Zollkontrolle wurden wir dann von einem Mitarbeiter des YMCAs in Empfang genommen. Wir vier bemerkten aber auch sofort beim Verlassen des Flughafens, wie wir hier sehr neugierig beäugt werden. Ein komisches Gefühl. Unser Abholer brachte uns dann zu einem Auto mit Fahrer in welches wir mit all unserem ganzen Gepäck gequetscht wurden. Zu dritt mit einem großen Koffer und drei Rucksäcken auf der Rückbank und zu dritt auf der Vordersitzbank war das Auto gut voll und es ging los. Wir wussten zwar nicht genau wohin aber vertrauten einfach darauf, dass das alles so richtig sei. Aus dem Fenster heraus betrachteten wir dann die Straße. Es war zwar schon dunkel aber es war immer noch viel los. An den Straßenrändern standen Frauen mit Körben auf dem Kopf, die Bananen oder anderes verkauften, manchmal waren aus Kästen improvisierte Theken aufgebaut an denen man Schnäpse kaufen kann und neben uns schlängelten sich Mopeds (hier Moto genannt) vorbei. An jeder Straßenecke stieg mir ein neuer Geruch in die Nase. Keiner von ihnen war mir bekannt und als Parfum würde ich sie mir auch nicht zwingend zu legen. Eine holprige Autofahrt später hielten wir an einem Haus und es war Zeit für die erste von uns auszusteigen und ihre Gastfamilie kennen zu lernen.

Ohne Laura ging es dann weiter. Eine weitere gefühlt noch holprigere Fahrt später, war ich an der Reihe auszusteigen und mein zu Hause für die kommenden 3 Monate zu betreten. Es war alles etwas seltsam, denn ich war mit meine Gastgeschwistern (zwei Mädchen 19 und 17 Jahre alt und ein Junge 12 Jahre alt) und einer Freiwilligen aus England allein zu Hause. Auf einer Mischung aus Englisch und Französisch erklärten mir sie dann, dass die Eltern noch unterwegs seien, aber für mich schon Abendbrot gekocht war. Es gab Spaghetti! Etwas Gewohntes in sehr ungewohnter Umgebung. Da ich jedoch total übermüdet, durch das zeitige Aufstehen und den langen Flug, auf welchem ich kein Auge zu gemacht habe, war, ging ich ins Bett bevor meine Gasteltern nach Hause kamen. Nach dem ich noch mein Moskitozelt aufgebaut hatte und mein Schlafanzug gefunden habe, konnte ich nun totmüde ins Bett.

Und nun sitze ich hier in meinem Zimmer und schreibe diesen Blog. Das Klima ist gerade wahnsinnig feucht und es fühlt sich so an als ob man gerade geduscht hätte und sich dann nicht abgetrocknet, die Temperaturen lassen sich jedoch aushalten. Die Vögel zwitschern hier etwas anders als zu Hause viel höher und der Hahn der Nachbarn kräht alle 10 Minuten. Alles in allem fühlt und hört es sich etwa so an als sei man im Gondwanaland (Tropenhalle des Leipziger Zoos).

Bis bald

Helene

This slideshow requires JavaScript.

Die Aufregung steigt

Heute melde ich mich zwar noch nicht aus Togo, aber auch nicht von zu Hause, sondern aus Kassel. Hier bin ich momentan zum Vorbereitungsseminar für meinen Freiwilligendienst.

In den letzten Tagen habe ich schon sehr viel über das Leben in Togo (von einer unserer Vorgängerinnen) und mögliche Probleme beim Leben in einer neuen, uns fremden Kultur gelernt. Dazu kamen natürlich noch ganz viele Informationen zum Thema Versicherung, Krisenmanagement, Impfungen und und und. Man kann gar nicht alles aufzählen.

Natürlich habe ich neben den ganzen Einheiten auch viel Zeit um meine Mitvolontäre (Alena, Saphira und Laura) und andere zukünftige Freiwillige kennen zu lernen.  Bei den zahlreichen Gesprächen, wird einem aber auch klar, dass es jetzt langsam ernst wird. Mein Auslandsjahr rückt jetzt irgenwie doch ganz schön schnell heran und die Aufregung steigt nicht mehr nur bei meinen Eltern ;D, sondern auch bei mir.

In den nächsten Wochen ist aber auch noch einiges zu tun. Es muss noch ganz schön viel eingekauft werden (von Moskitonetz und Sonnencreme bis hin zu Gastgeschenken), ein Zahnarztbesuch steht auch noch an und natürlich will ich mich auch gebührend von meinen Freunden, Verwandten und Bekannten verabschieden. Die nächsten Wochen werden also ganz schön vollgepackt sein, so dass hoffentlich nicht all zu viel Zeit für den Abschiedsschmerz bleibt.

So langsam wird es ernst

Oh weia, jetzt sind es (nur) noch knapp 80 Tage, bis es für mich losgeht und es gibt ein paar neue Infos zu meinem bevorstehenden Freiwilligendienst.

Die Erste und vielleicht Wichtigste ist die, dass jetzt feststeht, wohin genau in Togo es für mich geht. Ich habe ja immer so ein bisschen auf Togos Hauptstadt Lomé gehofft und was soll ich schreiben? Genau dorthin wird es für mich gehen.

Und mit dieser Information geht auch einher, in was für Unterkünften ich in Togo leben werde. Die ersten 3 Monate meines Freiwlligendienstes werde ich in einer togolesischen Gastfamilie leben und dort hoffentlich viel über das Leben in Togo (speziell in Lomé) lernen. Nach diesen 3 Monaten werde ich mit meiner Mitfreiwilligen Alena gemeinsam in eine eigene Wohnung ziehen, also in meiner ersten WG wohnen.

Nun zur dritten Info: Ich habe auch bereits meine endgültigen Flugdaten erhalten! So wird es für mich und meine insgesamt drei Mitfreiwilligen am 25. August um 8.30 Uhr am Frankfurter Flughafen los Richtung Togo gehen.

Es wird also langsam ernst mit meinem Freiwilligenjahr in Togo. Aber bisher kann ich es mir noch gar nicht so richtig vorstellen, dass ich bald ohne meine Familie und Freunde so weit weg von zu Hause sein werde. Aber mit der ganzen Aufregung steigt natürlich auch meine Neugierde auf dieses, für mich noch unbekannte, Land.

Warum ausgerechnet Togo?!

Wenn ich von meinem bevorstehenden Auslandsjahr erzähle, ist meistens die erste Frage, die mir gestellt wird: ,,Warum ausgerechnet Togo?!”. Da diese Frage anscheinend viele interessiert, werde ich mich in diesem Blogpost der Beantwortung dieser Frage widmen.

Nun warum Togo? Seid längerer Zeit wollte ich einmal nach Afrika, da mich die Landschaft des Kontinents und das angeblich fröhliche Gemüt der afrikanischen Bevölkerung fasziniert hat und ich dies einmal selber erleben wollte. Nach einiger Überlegung hab ich mich dann entschieden, ein ganzes Jahr auf diesem, für mich sehr interessanten, Kontinent zu verbringen, um dort in Form eines Freiwilligendienstes anderen Menschen, welche nicht in so privilegierten Verhältnissen aufwachsen konnten wie ich, zu unterstützen und dabei mehr über eine völlig andere Kultur zu lernen. Da ich in der Schule zwar Französischunterricht hatte, aber dieses Sprache gerne noch weiter verbessern wollte, kam ich bald auf die Idee, dass ich dies doch auch während meines Freiwilligendienstes machen könnte, indem ich in ein französisch-sprachiges Land gehe. Da in vielen Ländern Afrikas Englisch die Amtssprache ist und eher selten Französisch, blieben für mich nicht viele Länder übrig, in denen ich einen Freiwilligendienst leisten konnte und dabei Französisch sprechen kann. Und so kam ich darauf in das kleine nordafrikanische Land Togo. Nach einiger Recherche hab ich diesen schmalen Strich im Westen Afrikas als das Land, in welchem ich für 12 Monate leben werde, auserkoren und bin nun total gespannt darauf, wie dieses Land wohl ist, wie es dort aussieht und wie seine Bevölkerung ist, schließlich erfährt man über die Medien viel zu wenig über Togo.

Erstes Vorbereitungsseminar – weltweit-Wochenende in Herbstein

Vom 17.-19. Februar hatte ich mein erstes Vorbereitungsseminar für meinen Freiwilligendienst. Da ich in der Woche zuvor noch im Ski-Urlaub war und ich mir diesen nicht nehmen lassen wollte, zumal es nächstes Jahr sicher nichts mit Ski fahren wird, fuhr ich bereits am Donnerstag, dem 16. Februar, über Meran los zum weltweit-Wochenende. Nach einer Zwischenübernachtung in der Wohnung meiner Schwester in München, kam ich am 19. Februar gut und pünktlich in Herbstein an.

Bereits bei der Anreise habe ich die ersten anderen Teilnehmer des Wochenendes kennen gelernt und so verflog schnell jede Angst, dass das Wochenende langweilig werden würde. Nach der Ankunft wurden wir je nach Zielland auf die Bungalows verteilt und so teilte ich mir ein Bungalow mit acht Mädchen, welche im Sommer nach Peru wollen, und den anderen drei Mädchen die sich wie ich, für einen Freiwilligendienst in Togo entschieden haben. Nach einer (sehr) kurzen Kennlernphase brach bei uns allen das Eis und wir begannen uns aufgeregt über unsere Zielländer  und viele andere Themen zu Unterhalten.  Nach dem Abendbrot begann, dann das Seminar richtig und wir lernten auch noch die anderen Teilnehmer des Seminar kennen. Unter ihnen waren auch ehemalige Freiwillige und sogenannte In-coming-Volontäre, also Freiwillige aus z.B. Togo, Niger oder Peru welche gerade hier in Deutschland beim CVJM einen Freiwilligendienst leisten. Und so liesen wir den Abend in einer gemütlichen Runde von Togo-Freiwilligen, unseren Vorgängern und Togolesen ausklingen und unterhielten uns ewig über die Unterschiede zwischen Togo und Deutschland.

Der nächste Tag ging dann (viel zu zeitig) mit einem Spiel (der Olympiade) los. Leider konnte Team Togo dieses Spiel nicht für sich gewinnen und so ging die goldene Papaya an ein anderes Team. Den restlichen Samstag verbrachten wir damit uns mit vielem Lachen und dem ein oder anderen Tanz über die Organisation des Freiwlligendienstes und die verschiedenen Länder in welchen der CVJM-Freiwilligendienste möglich macht zu informieren.

Am Sonntag endete nach einem Gottesdienst in (wie mir die anderen CVJM-Erfahreneren erzählten) typischer CVJM-Manier.

Alles in allem kann ich sagen, dass das weltweit-Wochenende zwar ein sehr volles aber trotzdem super spaßiges Wochenende war und ich dabei vieles lernen konnte. Nun freue ich mich schon darauf ende Juli zum zweiten Seminar wieder zusehen.

Was ist das für 1 geiles Helene (Gastbeitrag)

In einer Woche ist es soweit. Unser kleines Kücken wird erwachsen und fliegt in die große, weite Welt. Erstes Ziel: TOGO. Und wir erleben alles live mit. Die Neugier beim Bewerben, die Aufregung vor den Treffen, das Zweifeln und Hadern, die Freude bei der Annahme und den Stress bei den Vorbereitungen. Trotz Schule zu den Bewerbungsgesprächen, trotz Telefonier-Hass Gespräche mit dem Tropenarzt, Helene bewältigt schon jetzt die ersten Hürden und arbeitet sich Schritt für Schritt an ihr Abenteuer heran. Wir verfolgen dabei gespannt ihren Blog, bieten gern ein offenes Ohr für die Neuigkeiten und korrigieren den ein oder anderen Rechtschreibfehler.

#lovethekücken

Greetings, Squad