Willkommen bei Familie Eho!

Die ersten 3 Monate meines Frewilligendienstes sind nun schon vorbei und das heißt nicht nur, dass auch bereits ¼ meines Jahres hier vorüber ist, sondern auch, dass ich bald von meiner Gastfamilie in die WG mit meiner Mitfreiwilligen Alena ziehe. Doch bevor ich umziehe denke ich sollte ich mal etwas von dem Leben in einer togolesischen Familie schreiben.

Seit Ende August wohne ich und bin auch gewissermaßen ein Teil der Familie Eho. Meine für togolesische Verhältnisse kleine Gastfamilie besteht aus dem Gastvater Hubert, er ist Präsident des YMCA in der Region Maritime und arbeitet an einer Schule als „Supervisor“, meiner Gastmutter Christine, sie ist Hausfrau und kann echt gut kochen, meinen Gastschwestern Gloria, sie ist 19 Jahre alt und studiert an einer Privatuni Jura, und Eunice, sie ist 17 Jahre alt und macht gerade ihr Abitur, und meinem Gastbruder Davide, er ist 12 Jahre alt und geht noch zur Schule. Meine Gastfamilie ist sehr gastfreundlich und deshalb bin ich nicht der einzige Gast dort. Neben mir wohnt noch, seit Anfang Oktober, Karla, eine britische Volontärin die für 10 Wochen in Togo ist.

An sich verläuft das Leben in meiner Gastfamilie nicht groß anders als in meiner Familie zu Hause. Das einzige was mir gleich als etwas anderes aufgefallen ist, ist dass meine Gastfamilie nicht gemeinsam isst. Am Anfang hat mich das echt etwas gestört, weil immer alleine zu essen sehr ungewohnt für mich war. Seitdem Karla da ist esse ich allerdings mit ihr und bin so nicht mehr ganz alleine beim Essen.

Das Haus in dem die Familie wohnt ist ebenerdig und hat nur ein Stockwerk. Es ist aber verhältnismäßig echt groß und so haben alle meine Gastgeschwister ein eigenes Zimmer. Gekocht und abgewaschen wird aber, wie in Togo üblich, unter freiem Himmel. Karla und ich wohnen in einem kleinen extra Haus neben dem Haupthaus. Wir haben den Luxus, dass wir beide jeweils ein eigenes Zimmer mit eigenem Bad und fließend Wasser haben. An Möbeln gibt es zwar außer zwei Betten nicht viel mehr in meinem Zimmer, aber ich habe mir in meinen Koffern so eine Art Schrank angelegt und komme damit recht gut zurecht. Außerdem verzichte ich gerne auf einen Schrank, wenn ich dafür eine echte Dusche haben kann.

Der Garten meiner Gastfamilie ist auch echt groß und sie haben sogar zwei Mango- und drei Papayabäume im Garten stehen. Dadurch ist auch immer dafür gesorgt, dass Karla und ich viel frisches Obst essen können.

An den Wochenenden kommen auch oft Freunde von Hubert zu Besuch oder Hubert nimmt Karla und mich mit zu verschiedenen Veranstaltungen vom YMCA oder Familienfeiern. Ich hatte also schon das Glück zu insgesamt 3 Hochzeiten zu gehen. Sonntagabend übt dann immer der Chor aus einer benachbarten Kirche bei uns im Garten und bringt dazu seine eigene Liveband mit. Das macht immer echt Stimmung und ist als wäre eine kleine Party bei uns im Garten.

Besonders gut verstehe ich mit meiner jüngeren Gastschwester Eunice und Karla und so verbringen wir oft die Abende damit über unsere Leben in Togo, Deutschland und Großbritannien zu reden oder lassen uns von Eunice bestimmte Sachen die uns an Togo auffallen zu erklären. Die beiden sind echt gute Freundinnen für mich geworden und es bestehen schon Pläne, dass Karla und ich uns gegenseitig besuchen wollen.

Ihr seht als ich fühle mich echt wohl bei Familie Eho und auch wenn ich mich schon auf das WG-leben mit Alena freue, wird mir der Abschied nicht leicht fallen. Aber ich werde sicher in meiner verbleibenden Zeit hier in Togo meine Gastfamilie des Öfteren besuchen gehen.

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