Weihnachten unter Palme

In den letzten Tagen haben mich viele Gefragt, wie denn mein Weihnachten, weit weg in Afrika, gewesen ist und wie man hier in Togo die Feiertage verbringt und genau diesen Fragen widme ich nun meinen neuen Blogartikel.

Da Weihnachten in Togo eh anders ist, als zu Hause, haben Alena (meiner Mitbewohnerin) und ich beschlossen, dass wir es dann auch ganz anders feiern können. Also stand der Plan schnell, dass wir gemeinsam mit Alenas Freund, der über die „Weihnachtsferien“ zu Besuch gekommen ist, zu Heiligabend an unserem Lieblingsstrand in einem, eigentlich für uns Volontäre zu teurem, Restaurant essen gehen wollen und so am Meer unter Palmen ein ruhiges Weihnachten feiern wollen.

Ruhe hatten wir auch echt nötig. Schließlich waren die letzten Arbeitstage vor Weihnachten der pure Stress im YMCA. Alena hatte gemeinsam mit Joėl eine Kinder-Bibel-Woche vorbereitet, das hieß das jeden Tag 500-700 Kinder im YMCA waren. Das Thema war „Joseph und seine Träume“ jeden Tag wurde ein Teil der Joseph-Geschichte vom Theaterclub (für den ich das Script geschrieben habe) aufgeführt, danach wurde darüber gesprochen, Lieder gesungen und gebetet und im Anschluss gab es noch verschiedene Spiele oder eine Schnitzeljagd und am letzten Tag kam sogar der Weihnachtsmann und hatte für alle Kinder eine Kleinigkeit als Geschenk dabei. Bei so vielen Kindern war natürlich allerlei Hilfe notwendig und so waren wir echt froh ein ruhiges Weihnachten zu verbringen.

Also haben wir Heiligabend uns ein leckeres Essen gegönnt, für mich gab es (wie eigentlich immer) Pommes und dazu einen leckeren frisch gegrillten Fisch und zum Nachtisch noch einen Crêpe mit Nutella. Gemeinsam liesen wir uns das Essen schmecken, redeten darüber, was wohl unsere Familien gerade machen würden und packten ein paar erste kleine Geschenke aus. Von Alena habe ich ein echt hübsches Armband und eine Packung Zimt bekommen.

Als ich dann abends wieder zurück in der Wohnung war, konnte ich endlich in Ruhe das riesige Packet von meinen Eltern auspacken. Neben DVD’s, dem neuen Marc-Uwe Kling Buch und einigen Anziehsachen die ich mir gewünscht habe, waren darin natürlich auch allerlei Süßigkeiten und Gebäck. So dass ich doch noch auf den Weihnachtlichen-Geschmack kam.

Den morgen des ersten Feiertages habe ich mir etwas Besonderes zum Frühstück gemacht. Normalerweise essen wir nämlich immer Haferflocken zum Frühstück und ich kann sie echt langsam nicht mehr sehen. Es gab Melone, Kekse und Baguette, dazu Saft und Tee. Ein richtiges Festmahl in meinen Augen. Dabei habe ich natürlich gleich einen der neuen Filme von meinen Eltern geschaut. Danach stand dann packen an, da es nach Weihnachten für mich nach Benin ging.

Am zweiten Feiertag kamen dann noch Laura und Saphira aus Atakpamé zu einer kleinen Voli-Weihnachtsfeier. Da haben wir uns nochmal selbstgebackene Plätzchen schmecken lassen und einen schönen weihnachtlichen Abend bei Kerzenschein verbracht. Bevor es dann am nächsten Morgen viel zu zeitig auf Reisen ging.

Mein togolesisches Weihnachten war zwar verglichen mit dem Trubel den es zu Hause immer an den Feiertagen gibt sehr ruhig und echt anders. Natürlich haben mir die ein oder anderen Sachen, wie zum Beispiel die Klöße meiner Mutter oder die original Nussecken von meiner Oma gefehlt, aber das werde ich ja alles noch hoffentlich so oft an den Feiertagen haben, dass ich auch dankbar dafür bin mal so ein anderes, ungewohntes, sonniges Weihnachtsfest gehabt zu haben.

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One thought on “Weihnachten unter Palme”

  1. Oha ein Fisch 😂 Mega cooler Beitrag, kann mir gar nicht vorstellen, wie sich Weihnachten angefühlt haben muss in einem anderen Land. Auf ganz viele Plätzchen in der Zukunft!

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