Beninreise Teil 1: Los geht die Reise

Zwischen Weihnachten und Neujahr hatte der YMCA geschlossen und meine Mitfreiwilligen und ich also so zusagen „Weihnachtsferien“ und es wär ja verschenkte Zeit gewesen hätten wir die Ferien nicht genutzt um ein bisschen mehr von Afrika zu entdecken und auf Reise zu gehen. Unser Ziel: Benin, das östliche Nachbarland von Togo.

Das Visum war schnell auf der beninischen Botschaft hier in Lomé beantragt und so hatten wir schon vor Weihnachten alle einen neuen Stempel in unserem Pass und unserem Vorhaben stand nichts mehr im Wege.

Am 27. Dezember ging es dann los. Der Wecker klingelte uns alle kurz vor fünf Uhr aus dem Bett und um halb sechs saßen wir schon auf den Motos die uns zur Fernbusstation brachten. Ja, ihr habt euch nicht verlesen! Hier in Togo gibt es tatsächlich ein Unternehmen, was dem deutschen Flixbus nahe kommt und täglich Fahrten von Lomé nach Kara und zurück anbietet.

Schnell waren unsere Rucksäcke im Bus verstaut und die Fahrt acht-stündige Fahrt nach Kara konnte losgehen. An sich war diesmal zwar der Bus etwas unkomfortabler, als der Postbus mit dem ich das letzte Mal nach Kara gefahren bin, dafür war er aber einiges schneller und zum Glück nicht ganz so sehr runtergekühlt.

Überwiegend schlafend brachten wir die Busfahrt schnell hinter uns und erreichten schon kurz nach halb drei Kara. In Kara sollte unser Abenteuer richtig losgehen. Natürlich hatten wir noch nicht so ganz einen Plan, wie wir nun von der Busstation zur togoisch-beninischen Grenze kommen sollten. Also fragten wir kurzerhand jemanden auf der Straße. Er organisierte uns schnell zu einem fairen Preis ein Taxi, welches uns zur Grenze bringen sollte. In Benin dann sollten wir ein neues Taxi nach in das Grenznäheste Dorf nehmen und dann dort nochmal ein neues Taxi suchen, was uns zu unserem nochmal ca. zwei Stunden entfernten Ziel Natitingou fährt.

Problemlos fuhren wir also weiter zum Grenzübergang. Dort sattelten wir wieder unsere Rucksäcke auf. Als erstes zeigten wir unsere Pässe mit den Visa den togoischen Grenzbeamten. Diese schrieben uns in ein dickes Buch ein, um zu dokumentieren wer das Land betritt und verlässt, gaben uns jeweils einen neuen Stempel in unsere Pässe und schwätzten kurz mit uns. Ich glaube drei deutsche Mädchen die von Togo nach Beninreisen sieht man auch als Grenzbeamter nicht so oft. Danach ging es weiter zu einem vom Gesundheitsamt, der unsere Impfausweise kontrollierte um sicherzustellen, dass wir alle gegen Gelbfieber geimpft sind. Darauf folgte ein kurzer Fußmarsch durchs Niemandsland (wir waren ja jetzt quasi weder in Togo noch in Benin) und schließlich erreichten wir die beninischen Grenzbeamten. Erneut zeigten wir unsere Pässe, liesen uns in ein weiteres dickes Buch eintragen, bekamen einen neuen Stempel in den Reisepass und wurden wieder neugierig ausgefragt, wie es kommt das drei so junge, hellhäutige Frauen aus Deutschland von Togo nach Benin reisen.

Nach dem ganzen Grenzprozedere verlief eigentlich alles wie geplant und wir fanden immer schnell ein neues Taxi. Das Einzige was wir jedoch nicht eingeplant hatten, war die Zeitverschiebung. In Benin ist es nämlich eine Stunde später als in Togo (also die gleiche Zeit wie in Deutschland) und da sich manche Handys ja von selber umstellen, kam es kurz im Taxi zu großer Verwirrung, wie spät es denn nun sei, da manche Uhren schon umgestellt waren und manche eben nicht. Aber auch das war schnell geklärt und so erreichten wir bald wohlbehalten unser Hotel in Natitingou, wo schon Akim, unser Guide und Fahrer für die nächsten 2 Tage, auf uns wartete um uns zu begrüßen und noch einmal alles abzusprechen. Schnell brachten wir danach unsere Rucksäcke in unser Zimmer und machten uns dann noch einmal auf genügend Trinkwasser und Geld für die nächsten Tage und irgendwas zum Abendbrot zu suchen.

Am Bankautomat, dann der Schock, aus irgendeinem Grund wollte der Automat Saphira kein Geld ausspucken, bei Laura hat es aber geklappt und das dumme daran: da meine Karte zur Zeit auch nicht funktioniert (das ist aber eine andere Geschichte) sollte Saphira eigentlich das Geld für uns beide abheben. Für den Abend und den nächsten Morgen hatten wir  zwar noch genug Geld einstecken. Aber da die nächsten Tage recht preisintensiv werden sollten, sah ich schon kurz unsere ganzen Pläne ins Wasser fallen.

Mit einem etwas mulmigen Gefühl suchten wir uns dann erstmal was zum Essen. In einer kleinen Hütte in einer Seitenstraße fanden wir Spaghetti und liesen diese uns schmecken. Die Wirtin war unglaublich nett und machte uns sogar noch zum Nachtisch einen Obstsalat mit Melone, Papaya und Bananen. So liesen sich auch unsere Geldsorgen kurz vergessen und wir konnten unseren ersten Urlaubsabend genießen. Bisher lief ja auch eigentlich alles wie am Schnürchen. Wir hatten es Problemlos und schnell von Lomé nach Kara geschafft, ohne Probleme die Grenze überquert, ein ordentliches Hotel gefunden (indem wir zwar die einzigen Gäste waren, aber das war uns egal) und schon unseren Guide und Fahrer für die nächsten Tage kennen gelernt und das Geldproblem würde sich bestimmt noch klären lassen.

Voll gegessen kauften wir dann noch Trinkwasser für die kommenden Tage und vielen anschließend müde und überwältigt in unsere Betten.

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One thought on “Beninreise Teil 1: Los geht die Reise”

  1. Schöner throwback und der Obstsalat hört sich viel zu gut an! Du worldtraveller, ich bin gespannt auf den nächsten Teil juhu

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