Beninreise Teil 2: Auf Safari

Nach der erholsamen Nacht im Hotel, erwartete uns am nächsten Morgen ein wunderbares Frühstück mit Papaya, Baguette und Marmelade. Gegen 11.00Uhr sollten wir von unserem Guide Akim abgeholt werden. Es blieb also genügend Zeit uns das Frühstück in Ruhe schmecken zu lassen und danach noch einmal zur Bank zu gehen und hoffentlich Geld abzuheben. So gingen wir also nach dem leckeren Essen noch einmal zur Bank und versuchten unser Glück. Saphira steckte die Karte in den Automat, gab ihren Pin ein und wählte den entsprechenden Geldbetrag. Ein bisschen mulmig war mir schon in diesem Moment. Doch dann kam das erlösende Geräusch, der Automat ratterte und spuckte schließlich das Geld aus. Selten war ich so erleichtert über einen funktionierenden Geldautomaten.

Mit frischem Geld in der Tasche gingen wir dann wieder zurück zu unserem Hotel um noch schnell unsere Taschen zu packen und auf Akim zu warten.

Pünktlich und gut gelaunt kam Akim an, verstaute unsere Rucksäcke im Kofferraum und es konnte losgehen. Völlig aufgeregt saßen wir also nun in Akims Toyota und freuten uns auf unsere erste Safari. Die Fahrt zum Park führte uns vorbei an einigen Baumwollfeldern und winzigen Dörfern ohne Stromanschluss. Ich war fasziniert von diesen kleinen abschotteten Dörfern und Akim konnte uns viel über das anstrengende und schwierige Leben der Menschen die dort wohnten erzählen.

Nach einer ca. zwei stündigen Fahrt kamen wir dann endlich am Eingang des Parks an. An einer kleinen Kasse bezahlten wir den Eintritt und kletterten zurück ins Auto. Zwei Männer öffneten vor uns das große Tor, was der Eingang zum Nationalpark war. Ein bisschen erinnerte mich das alles an JurassicParc.

Die Straßen im Park waren sehr staubig und dadurch, dass gerade Trockenzeit war, wirbelten wir mit dem Auto den ganzen roten Staub auf. Binnen kurzer Zeit waren meine ganzen Haare und mein Gesicht rot-orange gefärbt. Da wir gerade durch die Mittagshitze fuhren, meinte Akim, dass wir wohl jetzt erstmal weniger Tiere sehen würden und direkt zur Lodge fahren um dort Pause zu machen bis es etwas kühler wird und später nochmal los fahren. Wir hatten kein Problem damit und bestaunten auf dem Weg zur Lodge die faszinierende Landschaft. Wir hatten sogar das Glück bereits auf dem Weg zur Lodge ein paar Tiere zu erspähen. Eine Gruppe Affen hatte es sich auf der Straße gemütlich gemacht und am Rand im Gebüsch sahen wir immer mal ein paar Gazellen bei der Mittagsruhe.

Die Lodge im Park (Pendjari-Hotel) war echt toll. Viele kleine Bungalows standen um einen größeren Pavillon herum. In dem Pavillon befanden sich die Rezeption und das Restaurant, sowie eine große Karte des Parks und eine Liste mit Tieren die im Park leben. Es sollte Löwen, Elefanten, Büffel, Antilopen, Gazellen, Affen, Warzenschweine, Hyänen und Geparden geben. Wobei es hieß, dass man Raubtiere nur mit sehr viel Glück zu Gesicht bekommen würde. Wir hofften auf das Beste.

Nach der kurzen Pause in der wir unser Zimmer bezogen ging es weiter. Akim hatte extra für uns die Sitze auf dem Dach des Autos ausgeklappt und so konnten wir auf dem Dach des  Autos mit noch besserer Sicht als im Auto unsere Safari vortführen.

Während neben uns die Sonne unterging fuhren wir also noch einmal durch die atemberaubende Landschaft und hielten konzentriert Ausschau nach den Tieren. Wieder sahen wir Gazellen und einige Affen. Auch Warzenschweine und Antilopen kreuzten unsere Straße und an einem Wasserloch konnten wir Krokodile und ein Teil vom Rücken eines Flusspferdes sehen. Nur Elefanten und Raubtiere fehlten uns noch. Aber wir sahen schon immer mal Elefanten-kacke am Wegesrand liegen. Es musste also wirklich Elefanten in dem Park geben. Leider sollten wir an dem Abend keine sehen und so fuhren wir ein klein bisschen enttäuscht aber trotzdem überwältigt und fasziniert zurück zur Lodge. Es war ja auch schon ganz schön kühl geworden.

In der Lodge liesen wir uns dann noch ein hervorragendes Abendbrot schmecken und vielen schnell ins Bett, da es am nächsten Morgen ja wieder sehr zeitig losgehen sollte.

Noch vor Sonnenaufgang trafen wir uns am nächsten Morgen mit Akim an seinem Auto und kletterten Flink auf das Dach. Wir freuten uns trotz der sehr zeitigen Uhrzeit, dass es weiterging, und hofften heute mehr Glück zu haben. Womit ich allerdings nicht gerechnet hatte, war wie kalt es in manchmal in Afrika werden kann und so frohr ich während der gesamten morgendlichen Safari, wie ich es nicht mal im Winter in Deutschland tu.

Aber das frieren sollte nicht unbelohnt bleiben. Wieder sahen wir Gazellen und Antilopen, die es im Pendjari-Park echt zu Haufen gibt. Aber es sollte nicht dabei bleiben. Auch große Pferdeantilopen und viele verschiedene Vogelarten konnten wir sehen und dann das Highlight!

Mitten auf unserer Straße stand eine Herde Elefanten. Es war beeindruckend diese riesigen Tiere wieder zu sehen. DA sie allerdings auch junge hatten, trauten hielten wir etwas Sicherheitsabstand, was sich auch als Weise herausstellte, da sich die Elefanten wohl von uns bedroht fühlten und gefährlich auf das Auto zurannten. Wenn so ein riesiges Tier, trötent auf dein Auto zu rennt kann man es schon mal mit der Angst zu tun bekommen und so liesen wir die Tiere lieber wieder in Ruhe und fuhren in die andere Richtung weiter.

Ein weiteres Highlight war eine Hyäne auf Jagd, die wir sahen. Ein weiterer Guide an dem wir vorbei fuhren berichtet Akim von einer Stelle, wo er gerade Löwen gesehen hatte. Echte Löwen! Unsere Aufmerksamkeit war geweckt. Schnell fuhr uns Akim zu der angeblichen Stelle, doch leider konnten wir die Löwen nicht mehr sehen. Aber wir konnten sie noch hören. (Wusstet ihr, dass Löwen ähnlich wie Hunde bellen? Mir war das neu.)  Also fuhr Akim in eine andere Straße in der Nähe des Gebietes und versuchte noch irgendeine Stelle zu finden, wo wir die Löwen sehen könnten. Leider waren all seine Bemühungen vergeblich. Mich störte das allerdings nicht so sehr. Ich meine wir hatten schon viele verschiedene Tiere ganz aus der Nähe gesehen, mussten vor Elefanten flüchten und hatten die Löwen zumindest gehört. Was will man mehr?

Da die Sonne auch schon wieder hoch stand und es langsam Mittag wurde, wurde es für uns auch wieder Zeit den Park zu verlassen. Wir fuhren noch einmal durch die atemberaubende Landschaft bis zum großen Tor. Dort meldeten wir uns ab und fuhren an den kleinen Dörfern vorbei wieder zurück Richtung Zivilisation. Bevor wir jedoch wieder endgültig in das nächst größere Dorf fuhren, bog Akim mit uns noch einmal auf einen kleinen Pfad ab um uns noch einen Wasserfall zu zeigen. Leider hatten wir keine Badesachen dabei und konnten so nur die Füße im kalten Wasser baumeln lassen. Trotzdem war der Wasserfall echt schön und beeindruckend.

Nach diesem kurzen Abstecher brachte uns Akim zurück nach Natitingou in ein sehr schönes Hotel und wir verabschiedeten uns von ihm.

Nach einer langen Dusche in der ich versuchte mich von dem roten Safari-Staub zu befreien liesen wir diesen wunderbaren Tag noch mit einem guten Essen auf der Terrasse des Hotels ausklingen. Die Zeit im Norden von Benin war nun wieder vorbei. Am Nächsten Morgen sollte es weiter nach Cotounou (Benins Hauptstadt) gehen. Bisher verlief alles perfekt und wir waren gespannt auf unsere weitere Reise.

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